Von Ultrabooks, Linux und Standrechnern

Apple hat es mit den Macbook Air vorgemacht, Intel wollte dann mit den Ultrabooks auch noch ein Stück vom Kuchen haben und AMD schiebt mit den neuen Ultrathins, von denen es bisher erst ein Foto eines solchen von ASUS mit entsprechender AMD-Technologie gibt, auch Notebooks hinterher, die sich vor allem durch ihre geringe Dicke auszeichnen.

Aber wozu sollen diese eigentlich gut sein? Als Computer tragbar wurden, konnte man sie nicht so klein bzw. dünn produzieren, wie man es gerne wollte. Es ist ja schließlich auch nicht schlecht, dass Notebooks heute schön dünn und entsprechend leicht sind.

Allerdings frage ich mich, wo der Sinn von ultradünnen Laptops liegt. Eigentlich wäre es doch besser, einen Laptop zu besitzen, der auch mal einiges mitmacht. Einen, den ich problemlos aus Versehen umkippen kann, der kein Reparaturfall ist, wenn er vom Sofa fällt…

Gut, die Ultrabooks sind chic. Ich habe selbst keines, aber auf der CeBit gab es da schon nette Modelle und auch Microsoft versorgt nervt einen auf Facebook ausreichend mit ach-so-schönen Ultrabooks mit Windows. Wow! Warum gibt es eigentlich immer noch keine Laptops, die gleich mit Linux ausgeliefert werden? Nur Medion kam auf die geniale Idee, für die schnellere Benutzung Ubuntu mit auf Netbooks zu installieren und als atemberaubendes FastBoot zu verkaufen. Aber eben nur als Zusatzfeature.

Wenn ich sehe, wie gut sich Open Source-Software verbreitet, kann ich es manchmal nicht nachvollziehen, warum es Linux – und dabei sei es egal, in welcher Distribution – noch nicht durchsetzen konnte. Aber dann setze ich mich an meinen Rechner, benutze das so geliebte Startmenü und den so geliebten… was eigentlich?

Was hält uns an Windows, was Linux nicht hätte? Alle Browser (außer den Internet Explorer natürlich) gibt es auch für Linux. Ubuntu hat einen ICQ-Client direkt an Board, Skype ist vorhanden, Musik kann gehört werden, E-Mails lesen geht sowieso, was wollen wir eigentlich? Ist es nur die Vorstellung, dass eventuell einige Anwendungen nicht funktionieren könnten? Ist es die Investition in Windows, das schließlich teuer gekauft wurde, die uns daran hindert, auf Linux umzusteigen?

Vermutlich ist es die zu große Schlucht zwischen Windows und Linux. Ganz einfach von der Aufmachung her, so wie eben auch eine Schlucht zwischen Mac und Windows besteht, sodass auch irgendwie niemand von beiden Seiten wechseln möchte.

Gut, ich schweife ab. Ubuntu jedenfalls ist auch gar nicht unbedingt schneller als Windows, zumindest bei mir nicht. Das Booten geht wesentlich schneller, aber die Programme starten genau so schnell, wobei man mehr als *klick* und offen auch nicht erwarten kann. 😀 Aber für Netbooks, die ja meistens nicht besonders leistungsfähig sind, wäre es schon eine nette Alternative.

Statt aber die ganze Elektronik nur für die Verwendung in Ultrabooks (oder wie auch immer sie benannt werden) zu verkleinern, könnte man diese neuen Technologien doch auch verstärkt für normale Standrechner verwenden. Der Mikro-ATX-Standard ist ja schon ganz gut, aber wenn die Grafikkarte die Ursache ist, weshalb kein kleineres Case verwendet werden kann, ist das schon irgendwie schade.

Aber meine Ansichten sind natürlich auch davon beeinflusst, dass ich im Allgemeinen ein Fan von Notebooks bin, sondern Standrechner einfach bevorzuge. Das ist natürlich jedem selbst überlassen, aber ich denke, dass die Standrechner nicht immer größer für immer größere RAID-Verbunde werden sollten, sondern auch ruhig einmal kleiner – nur eben ein Standrechner bleiben.

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Über lemaik

Ich bin Gründer von "Web der Wunder" und interessiere mich sehr für die Informatik. Ich schreibe eigene Programme, die ich dann zum Teil auf meiner Homepage veröffentliche und programmiere Internetseiten. Außerdem mag ich Tischtennis und das Internet. ;-)
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