Werbung auf Wikipedia?

Unsere große Online-Enzyklopädie Wikipedia, die für viele schon lange als externes Gehirn fungiert, scheint in letzter Zeit Finanzprobleme zu haben. Mittlerweile läuft schon der zweite Aufruf, zu spenden. Mit einem Foto und einem „ganz persönlichen“ Aufruf fordert Wikipedia-Gründer Jimmy Wales die Menschen auf, etwas Geld in die Wissenshalde zu stecken.

Der letzte Ausdruck war nicht unbedingt verachtend gemeint, aber wir alle wissen, dass Wikipedia als Quelle meist nicht gern gesehen ist und man ihr erst recht niemals blind vertrauen kann. Es wäre doch also besser, das Geld in eine echte Enzyklopädie zu investieren als in eine – wenn auch viel größere – Internetseite, die jedermann nach Lust und Laune bearbeiten kann.

Als ich die Wikipedia gründete, hätte ich sie zu einem gewinnorientierten Unternehmen mit Werbung machen können, aber ich habe mich anders entschieden.

Kommerz ist in Ordnung, Werbung ist nicht böse – aber sie gehört nicht hierher, nicht in die Wikipedia.

Jimmy Wales

Ist Herr Wales dann nicht selbst Schuld? Gehört Werbung tatsächlich nicht in die Wikipedia? Weiter bezeichnet er die Wikipedia als „öffentlichen Park“. Würde sich jemand daran stören, in einem Park ein paar Werbeplakate vorzufinden?

Eventuell wären das doch sogar Werbeplakate, die den Spaziergängern gefallen oder – um die Metapher zu verlassen – effiziente Werbung ähnlich wie bei Facebook. Dort ist die Werbung zwar stets als solche gekennzeichnet (und das darf bei Wikipedia nicht vernachlässigt werden), wird aber dennoch häufig genug angeklickt und vor allem gebucht, um dem Konzern riesige Einnahmen zu bescheren.

Ich denke, mit etwas Werbung wäre der Wikipedia geholfen. Zumindest so, dass die ewige Bettelei um etwas Geld ein Ende hat. Hauptsache, das Online-Lexikon bleibt kostenlos – konkurrenzlos ist es in seiner Art sowieso, wie Wales korrekt feststellt.

Wären die Einnahmen groß genug, könnten dann eventuell sogar Fachtexte eingekauft werden, sodass Wikipedia verlässlicher wird, sodass das Image etwas aufpoliert wird – wäre mittlerweile nötig. Aber das ist zunächst nur eine Fantasie.

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Über lemaik

Ich bin Gründer von "Web der Wunder" und interessiere mich sehr für die Informatik. Ich schreibe eigene Programme, die ich dann zum Teil auf meiner Homepage veröffentliche und programmiere Internetseiten. Außerdem mag ich Tischtennis und das Internet. ;-)
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