Jetzt ist Facebook schon im Bundestag!

Facebook wird morgen Thema im Bundestag sein. Damit ist nicht gemeint, dass Merkel erzählen wird, welche Seiten sie gestern „geliked“ hat, sondern vielmehr ein Gespräch zusammen mit dem deutschen Facebook-Manager Richard Allan und mehreren Datenschützern.

Der "Gefällt mir"-Button verursacht rechtliche Bedenken bei Datenschützern.

Diese beschweren sich, wie schon seit Jahren, über die mangelnde Transparenz der Plattform, diesmal geht es insbesondere um den „Gefällt mir“-Button, der „erhebliche rechtliche Zweifel“ aufkommen ließe. Interessant… ich mag einen Kommentar, klicke auf die Schaltfläche und Facebook speichert das, wo ist der bedenkliche Punkt? Genau, Facebook sagt das ja auch noch meinen Freunden. Aber dies ist doch hoffentlich jedem Nutzer bekannt?

Wenn ich nicht möchte, dass jeder weiß, dass mir etwas gefällt, darf ich diesen Knopf ganz einfach nicht anklicken. Denn das mache ich schließlich auch nur für meine Freunde, damit diese es wieder toll finden und teilen… Man tut das doch nicht für sich selbst und – so ist es jedenfalls bei mir – man denkt doch nach, bevor einem etwas „gefällt“, oder?

Vielleicht auch nicht. Ich kenne eine ganze Reihe von Personen, denen Seiten einfach nur gefallen, damit sie ihnen gefallen. Fertig. So einfach ist man „social“, so einfach gibt man seinen Freunden Lebenszeichen. Das kann es doch nicht sein?

Einen Punkt der Datenschützer finde ich allerdings gut: Der automatischen Gesichtserkennung soll einmalig zugestimmt werden, also von jedem Nutzer. Im Internet  – und gerade bei Facebook – kursieren einige peinliche Bilder. Das ist an sich nicht weiter schlimm, aber wenn man noch mit Namen und Link zum „Leben“ darunter steht, ohne etwas davon zu wissen, ist es schon dramatisch! Immerhin hatten selbst die Entwickler bei Facebook die Idee, dass man diesen Markierungen jeweils zustimmen muss – die Gesichtserkennung würde jedoch trotzdem ausgeführt werden.

Dann wollen wir mal abwarten, wie Allan sich verteidigt oder die Datenschützer sich durchsetzen. Löblich finde ich die Aktion allerdings, sie zeigt wiedereinmal, dass das Internet eben nicht ganz frei, sondern doch noch an Gesetzte gebunden ist.

Wenn am Dienstag also plötzlich das Wort „Gefällt mir“ überall fehlt, sind Allan die Argumente ausgegangen… 😉

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Über lemaik

Ich bin Gründer von "Web der Wunder" und interessiere mich sehr für die Informatik. Ich schreibe eigene Programme, die ich dann zum Teil auf meiner Homepage veröffentliche und programmiere Internetseiten. Außerdem mag ich Tischtennis und das Internet. ;-)
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