Fermats letzter Satz- Menschen mit Langeweile

Jeder von uns kennt den Satz des Pythagoras‘, aber wahrscheinlich nicht alle  den letzten (oder großen) Satz des Fermats. Es handelt sich eigentlich um das selbe Problem, nur etwas umgeändert. Ich möchte euch mal erzählen, welche „großen“ Menschen echt langeweile gehabt haben müssen, um diesen, wohl wirklich nicht besonders interessanten, mathematischen Problem, auf die Spur zu kommen.

In einem rechtwinkligen Dreieck ist das Quadrat über der Hypotenose gleich der Summen der Quadrate über den beiden anderen Seiten

In einem rechtwinkligen Dreieck ist das Quadrat über der Hypotenose gleich der Summen der Quadrate über den beiden anderen Seiten

Es fängt alles mit Herrn Pythagoras an, der auf der Insel Samos um 600 v. Chr. eine Formel aufstellt dessen Lösung er längst kennt. Der Hauptpunkt an der Andeckung ist viel weniger die Lösung, sondern eher die Methoden die man damit anwenden kann. Wie z.B. Zur Errechnung der Seite eines rechtwinkeligen Dreieckes. Jedenfalls kam man schnell auf die Lösung und brachte den Beweis. Pythagoras starb mit ein paar seiner Schüler in einem Haus, das von einem wütende Mop entzündet wurde. Um das 17.Jhd. überlegte sich Pierre de Fermat einfachmal, wenn das mit einem Quadrat funktioniert, klappt das dann auch mit einem Würfel ? Und wenn er schon bei der Potenz drei ist, warum dann nicht Potenz n. (alle ganzzähligen Zahlen) Das ist dann der heutige Satz des Fermats. Da Pythagoras sein Rätsel selbst gelöst hat, wollte Pierre es genauso machen. Das Problem: Er starb vorher (Die Pest wütete in Europa, es brachte ihn zwar nicht um, ich wollte es bloß gesagt haben) Das Einzige, was von Fermat übrig blieb, war eine Notiz: er habe das Rätsel gelöst. Ob er es wirklich geschafft hatte oder nur angeben wollte, weiß man nicht. Zumindest kamen 300 Jahre kein Mathematiker auf die Lösung (nicht einmal Einstein). Viele ehemalige Professoren und Hobbymathematiker, die arbeitslos waren, somit also viel Zeit hatten zu versuchen das Rätsel zu lösen. Und außerdem waren sie scharf auf das hohe Preisgeld. Sie schafften es aber alle nicht, bis auf einen!

„Andrew Wiles ist mein Name und ich habe den Beweis für Fermats letzten Satz“, so stellte sich die Person vor, die das 300-jährige mathematische Problem zum Wiederspruch führte. Am 23. 6. 1993 präsentierte er sein Behauptung vor 200 anerkannten Mathematikern: Es gibt keine ganzzählige Lösung, wenn n größer als 2 ist. Er sollte Recht behalten. In einem Interview antwortete er auf Frage, wie er auf die Lösung kam, er habe einfach die Versuche seiner Vorgänger zusammengefasst und plötzlich hatte er die Lösung.

Man sieht also, wenn 300 Jahre Wissenschaftler total langeweile haben, und zum Zeitvertreib an einem Rätsel arbeiten, kann auch schon mal der Beweis erscheinen. Man muss aber mal berücksichtigen, dass es damals weder Computer noch Fernseher gab um sich die Zeit zu vertreiben. Folge daraus: Im heutigen Zeitalter werden weniger Rätsel gelöst.

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Über Morten

Vom Mir gibt es wissenschaftliche Artikel, die uns begeistern. Mit meiner kompetenten Freakigkeit werde ich uns so manche interessante Dinge erläutern.
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4 Antworten zu Fermats letzter Satz- Menschen mit Langeweile

  1. seltsam schreibt:

    Ist es nicht seltsam, daß in der Algebra die Strecke 1 denselben Wert hat wie die Fläche 1?
    wenn man sich das mal zur Verdeutlichung aufzeichnet, sieht man doch den Unterschied: 1² ungleich 1. Fläche nicht gleich Strecke.
    Oder?

    • Maik schreibt:

      Genau das habe ich mich auch schon gefragt, aber dabei vergleicht man Äpfel mit Birnen: Eine Fläche hat ja auch eine ganz andere Einheit als eine Strecke, nämlich m², also etwas anders als m. Deshalb ist eine Strecke mit der Länge 1 etwas ganz anderes als eine Fläche mit dem Inhalt 1. Ein Äpfel, der 100 Gramm wiegt, ist auch keine Birne, die 100 Gramm wiegt. 😀
      mfg, Maik

  2. Andreas schreibt:

    Dem Autor dieses Artikels war wohl nicht langweilig genug, um sich die Zeit zu nehmen entsprechend sorgfältig zu recherchieren – oder vielleicht fehlte die Neugierde oder Faszination?

    Ich würde nämlich mal sagen den Wissenschaftlern war nicht langweilig, sondern sie waren neugierig und fasziniert an Problemstellungen, unabhängig davon, ob sie einen praktischen Nutzen haben mögen oder nicht.

    Wobei sich sowohl beim Lösen eines Sudokus, wie auch beim Fernsehen die Frage stellt, was das für einen praktischen Nutzen hat und sich wohl genauso in die Reihe „sinnloser“ Freizeitbeschäftigungen einreiht, wie die Beweis-Entwicklung von Fermats letztem Satz.

    Mit ersteren wird man allerdings nicht berühmt, mit letzem hingegen schon – also doch einen Sinn gehabt?

    Q.E.D.

    • Maik schreibt:

      Da muss ich mich Dir anschließen, aber ich denke mal, dass der Autor (Morten) hier nur einen ansprechenden Titel finden wollte (was nicht ganz gelungen ist).
      Ansonsten: An der Recherche liegt’s nicht. Es war eben nur seine Meinung, dass diese Menschen Langeweile gehabt haben müssen…

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